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Bankraub im Internet – Wie das Geld verschwindet

Das über das Internet geklaut werden kann, wird immer wieder gewarnt. Man muss also aufpassen. Dabei passiert das jedoch nicht nur uns Normalverbrauchern, sondern auch den ganz großen. Und hier vor allem Banken.

 

Bereits 1994 alarmierte die Citibank den FBI in den Vereinigten Staaten, dass Gelder verschwinden würden. Einfach weg. Und das ganze 10 Millionen Dollar. Kein Pappenstiel. Es war der erste Bankraub via Internet.

Hervorgerufen wurde dieses zu Beginn jedoch hauptsächlich durch einen Faktor: der Netscape Navigator (der erste Browser) wurde gerade erst veröffentlicht und an Sicherheit hatte man noch gar nicht wirklich gedacht. Dadurch konnte der russische Computer Programmierer Vladimir Levin ganz leicht durch echte Accounts an Passwörter kommen und Gelder transferieren.

Nach einigen merkwürdigen Geldertransfers (ca. eine halbe Million) kam die Polizei auf ein russisches Paar, dass in San Francisco lebte. Nach deren Festnahme erklärten sie sich für eine Strafminderung bereit, dem FBI den wirklichen Drahtzieher hinter diesen Transaktionen zu liefern. Nur wenige Monate später im Frühling 1995 flog der russische Programmierer Levin nach London und wurde hier verhaftet. Drei Jahre später und an die USA ausgeliefert wird er als schuldig empfunden, wird zu drei Jahren Gefängnis und einer Strafzahlung von 240.000 $ verurteilt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Citibank fast alle Verluste wieder eingespielt und das Sicherheitssystem um vieles verbessert.

 

Heute sieht die Geschichte allerdings ganz anders aus. Vor 20 Jahren dachte man noch, dass sei der Coup des Jahrtausends, so viel Geld verschwunden. Cybercrime ist das Zauberwort, was so vieles magisch verschwinden lässt. Heute verschwinden jährlich (!) bis zu 400 Milliarden Dollar. Im August dieses Jahres haben Internet-Hacker 1.2 Milliarden $ über gehackte Namen und Passwörter von mehr als 420.000 Webseiten geklaut. Das ist der Höchste Diebstahl aller Zeiten.

 

Quelle: vice.com

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